31.05.2012 - Mitglieder-Info

Der Taxi-Ruf reagiert endlich - jedoch ohne sich zu bewegen

Mit ca. zweiwöchiger Verspätung hat der Taxi-Ruf (TR) nun doch noch eine Stellungnahme zu den von uns gestellten Bedingungen für ein Gespäch abgegeben.

 

Demnach sind Vorstand und Aufsichtsrat des TR nicht bereit, unsere Forderungen nach Aussetzung der Sanktionen gegen „Schulungs-Verweigerer" sowie Rückgabe des „Service-Taxi“-Status an gesperrte FahrerInnen bis zu einem Gesprächstermin mit der IG zu erfüllen.

 

Nach eigenem Bekunden sieht der TR die Augenhöhe mit der IG auf dem status quo, d.h., der TR erkennt uns nicht als gleichwertigen Gesprächspartner an. Dieses Verhalten zeigt uns sehr deutlich, dass der TR nicht ernsthaft an einer für beide Seiten akzepteblen Lösung der Problematik interessiert ist.

 

Offenbar haben die Hardliner beim TR noch nicht realisiert, dass ihre bisher nicht belegten Zahlen bzgl. der „Schwarzen Schafe“ unter den FahrerInnen, die den Grund für die „Schulung“ darstellen sollen, aufgrund einer jüngst veröffentlichten Studie zur Zufriedenheit von Taxikunden *) ad absurdum geführt werden. Die vom Deutscher Taxi- und Mietwagenverband e.V. (BZP) in Auftrag gegebene und bundesweit durchgeführte Studie stellt den KollegenInnen ein überdurchschnittlich gutes Zeugnis aus.

 

Zitat:

„Von den 490 Taxi-Kunden, die konkret zu ihrer letzten Fahrt befragt wurden, verteilten satte 85 Prozent hierfür die Schulnote 1 oder 2. Weitere 11 Prozent votierten mit „befriedigend“, nur 4 Prozent benoteten die Tour schlechter .“

 

Damit ist die vom TR geäußerte Zahl von angeblich 20% „schwarzer Schafe“ in keiner Weise haltbar. Im Gegenteil: Auf einer Bewertungsskala von 1 bis 3 (nach Schulnoten) finden sich 96% der KollegenInnen wieder.  Lediglich bei 4% der FahrerInnen besteht Handlungsbedarf.

 

Generell ist eine kollektive Zwangsmaßnahme in Form der bereits durchgeführten „Schulungen“ für alle KollegenInnen nicht gerechtfertigt und vor dem Hintergrund dieser geringen Zahl ist das Festhalten des TR an seiner Politik der harten Hand erst recht nicht mehr nachvollziehbar.

 

Die IG Bremer Taxifahrer fordert daher den TR noch einmal auf, die – auch inhaltlich – fragwürdigen „Schulungen“ unverzüglich einzustellen und den bislang sanktionierten FahrerInnen den aberkannten Status als „Service-Taxi“-Fahrer mit sofortiger Wirkung zurückzugeben.

 

Gleichzeitig bieten wir dem TR an, gemeinsam mit Vertretern der IG ein Konzept für eine qualitativ hochwertige Maßnahme zur Verbesserung der Dienstleistung zu erarbeiten.

 

Dies kann allerdings nur auf der Basis gleichberechtigter Gesprächspartner geschehen.


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