08.06. 2013: FLUGBLATT zur fortgesetzten Generalversammlung des TR

Es verändert sich etwas …

Die Unterbrechung der Mitgliederversammlung des Taxi-Ruf im April war sicherlich ein Novum in der Geschichte dieser Vereinigung. Angesichts der Nicht-Entlastung des 1. Vorsitzenden Fred Buchholz, und einer massiven Kritik am Finanzgebaren des Taxi-Ruf, war diese Unterbrechung eine Flucht nach vorn. Nun soll heute (am 10. Juni) die Versammlung fortgesetzt werden.

 

Als “Interessengemeinschaft der Taxifahrer” (IG) können wir leider nicht an dieser Versammlung teilnehmen, gleichwohl sind aber selbst fahrende Unternehmer als Mitglieder dabei. Wir haben schon im letzten Jahr, und auch im April 2013 hier vor der “Munte” gestanden und unsere Positionen per Handzettel verteilt. Auch jetzt können und wollen wir nicht locker lassen.

Fred Buchholz darf nicht wieder gewählt werden !

Egal, was er erzählt, wie er was rechtfertigt, ob er sich entschuldigt oder nicht. Fred Buchholz hat als 1. Vorsitzender nicht nur erhebliche finanzielle Unregelmäßigkeiten zu verantworten!

 

Fred Buchholz ist verantwortlich für eine umfassende Fehlentwicklung im bremischen Taxigewerbe. Ob es die DUMPINGPREISE der bremischen Krankenkassen sind, die Fehlkonzeption der ZWANGS-SCHULUNGEN, die massiven Verstöße gegen den DATENSCHUTZ, das totale Scheitern des Konzeptes “SERVICE-TAXI”, unsinnige und geschäftsschädigende SANKTIONEN, oder ob es um die drängenden Fragen nach den Perspektiven unseres Gewerbes geht - die Bilanz ist verheerend !

 

Das Kneipen-Nachtgeschäft ist mindestens ein Jahrzehnt-lang völlig vernachlässigt worden, mit Bremen-Nord ist ein gutes ¼ der Stadt “kampflos” aufgegeben und den dortigen Taxi- und Mietwagenunternehmen überlassen worden, modernen und innovativen Ideen a la myTaxi wurde mit arroganter Zurückweisung begegnet.

 

Der Taxiruf hat sich unter der Ägide von Fred Buchholz eine Wagenburgmentalität angeeignet, die geschäftsschädigend, konservativ, Arbeitnehmer-feindlich, und letztlich einfach nur dumm ist. Im Elfenbeinturm der Jacobistrasse residiert kein “modernes Dienstleistungsunternehmen”. Ist es ein Selbstbedienungsladen vermeintlicher und/oder ehemaliger Taxiunternehmer, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind? Üppige Vorstandsgehälter, Großkonzessionäre im Aufsichtsrat, Ausgrenzung neuer Kleinunternehmer als “Vertragspartner” - dies ist das SYSTEM TAXI-RUF! Ein teurer, ineffizienter “Wasserkopf” in der Jacobistraße. Vorwürfe von Seilschaften, gegenseitige Abhängigkeiten, und eine schlechte Geschäftspolitik stehen im Raum. Zu Lasten der allermeisten Unternehmer im Taxiruf-Verbund, und zu Lasten aller Fahrer & FahrerInnen!

 

Aber, liebe Leute! Fred Buchholz ist zwar der 1. Vorsitzende (gewesen), aber es regiert eben seit Langem das o.g. “System Taxiruf”: darin spielen viele Leute ihre Rolle und sind dementsprechend mitverantwortlich für das Geschehene. Auch für eine VIP-Lounge bei Werder, für horrende Vorstandsgehälter, für hohe Werbungskosten, und Einiges mehr.

 

Die IG ist für einen umfassenden Neuanfang. Wir wünschen uns Transparenz, Mitbestimmung, und gute Geschäfte. Dafür muss der Taxiruf reformiert, die Fahrerschaft eingebunden, und die Geschäftspolitik im Taxengewerbe modernisiert werden. Mit dem Mindestlohn, dem Fiskaltaxameter, aber auch Konzepten wie einer Flottensteuerung steht unser Gewerbe vor Herausforderungen, die mit den verkrusteten Strukturen eines Taxiruf nicht zu meistern sind.

 

Und das ist auch längst überfällig!

 

Flugblatt zum 10.06.2013
Fred Ende.pdf
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