Pressemitteilung der Hamburger Taxler vom 11.06.2014

Hamburg: 300 Taxifahrer demonstrieren gegen Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und unfairen Wettbewerb

Europaweit gingen heute Taxifahrer auf die Straßen, um gegen Geschäftsmodelle zu demonstrieren, die auf Steuehinterziehung, Schwarzarbeit und Dumpinglöhnen basieren. Einige Geschäftsmodelle zeigten "Züge organisierter Kriminalität", sagte Clemens Grün auf der Kundgebung in Hamburg. Die Hamburger Chauffeure forden die bundesweite Einführung strengerer Kontrollen des Gewerbes nach dem Hamburger Vorbild. Zum Schutz der ehrlichen Taxiunternehmer und -fahrer müsste das "Hamburger Modell" deutschlandweit schnellstmöglich umgesetzt werden, fordert auch die IG Bremer Taxifahrer.

Heute demonstrierten viele Taxifahrer in zahlreichen europäischen Städten gegen die aktuellen Angriffe milliardenschwerer Firmen (Google, Daimler  usw.) und Investmentfonds (z.B. Goldman Sachs) auf das Taxigewerbe. Die Idee zu einer Taxidemo gegen diese Attacken kam von Londoner Taxifahrern, Kollegen in Paris, Mailand, Madrid, Barcelona, Lissabon sowie Berlin, München, Köln, Hamburg und andere schlossen sich mit eigenen Taxi-Demos an.

Gut 300 Taxifahrer haben heute teilgenommen an der Hamburger Taxidemo gegen illegale Taxis von UBER, WUndercar & Co., die sich an keine Regeln und Gesetze halten, dafür in einem Umfeld von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung agieren.

Mit unsere Taxi-Demo richten wir uns gegen illegale Hobby-Taxis, welche von Internetfirmen wie UBER oder Wundercar organisiert werden. Die Hamburger "Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation" hat in der letzten Woche eine Unterlassungsverfügung gegen die Firma Wundercar erlassen, weil es sich bei diesen Hobby-Taxis um eine schlicht rechtswidrige, sämtliche einschlägigen Gesetze und Vorschriften ignorierende gewerbliche Personenbeförderung handelt.

Es gibt die Problematik fehlender rechtlicher Voraussetzungen, und es gibt das noch größere Problem "Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung":

"Wir Taxi-Fahrer haben gemeinsam mit Politik und Verwaltung unsere Hausaufgaben gemacht. Seit 2004 bekämpfen wir mit dem "Hamburger Modell" illegale Machenschaften. Hunderte ungesetzlicher Taxis haben wir seit 2004 von der Straße genommen. Ende 2016 kommt bundesweit das fälschungssichere Fiskaltaxameter, und schon heute, zweieinhalb Jahre vorher, fahren fast 2/3 aller Hamburger Taxis auf freiwilliger Basis mit einem solchen Fiskaltaxameter. Wir bekämpfen doch nicht erfolgreich Fehlentwicklungen, damit sich da eine neue Armada von Hobby-Taxis mit 100% Schwarzarbeit und 100% Steuerhinterziehung aufbaut!"

Taxifahrer scheuen nicht den Wettbewerb. Wir verlangen aber, dass es ein ehrlicher und fairer Wettbewerb sein muss, und dass für alle an einem solchen Wettbewerb Beteiligten die gleichen Regeln gelten. In einem solchen Wettbewerbsumfeld haben wir Taxifahrer die allerbesten Chancen: „Wie zufrieden die Fahrgäste mit uns Taxifahrern sind, das hat erst vor Kurzem eine internationale Studie gezeigt. In 25 Ländern wurden 28.000 Menschen gefragt, welchen Berufen sie besonders vertrauen. In Deutschland vertrauen 71% der Menschen uns Taxifahrern! Mit 71% liegen wir gleich hinter den Richtern und noch vor Respektspersonen wie Rechtsanwälte, Pfarrern und anderen Geistlichen sowie Mitarbeitern im Öffentlichen Dienst inkl. Beamte.“

Clemens Grün von der "Arbeitsgemeinschaft Taxenverbände Hamburg" sagte in seiner Rede.: "Diese Geschäftskonzepte mit Hobby-Taxis basieren ganz klar auf Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung. Wer Touren über das Internet an illegale Hobby-Taxis vermittelt, der muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sein Geschäfts­konzept Züge Organisierter Kriminalität trägt. Deshalb fordern wir die Behörden und Politiker in Berlin, in München, in Frankfurt und anderswo auf: Machen sie endlich ihre Arbeit, folgen Sie dem Hamburger Vorbild, und verbieten Sie auch in ihren Städten solche Geschäftskonzepte voller Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung."

Über "Arbeitsgemeinschaft Taxenverbände Hamburg" (ARGE):

Die fünf Hamburger Verbände des Taxigewerbes, also LHT, LPVG, Taxen-Union, Mehrwagen Unternehmer Verband und HTV, arbeiten jetzt im dritten Jahr zusammen in einer Arbeitsgemeinschaft. Zusammen vertreten die fünf Verbände mit ihrer Arbeitsgemeinschaft 2/3 der Hamburger Taxis.

 

 

V.i.S.d.P / Kontakt:
Clemens Grün, Eppendorfer Weg 157, 20253 Hamburg
0176-10143771
vorstand@hamburgertaxenverband.de

 

 


HTV - Hamburger Taxenverband e.V.

Vorstand:
Gisbert Eichberg (1. Vorstand)
Clemens Grün (2. Vorstand, v.i.S.d.P.)

Kontakt: info@hamburgertaxenverband.de
Web: www.hamburgertaxenverband.de

HTV - Hamburger Taxenverband e.V.
c/o Gisbert Eichberg
Braamkamp 16
22297 Hamburg

Die Taxidemo in den Tagesthemen

Die Taxidemo auf Euronews

Die Taxidemo bei Spiegel online

Taxifahrer protestieren gegen illegalen Wettbewerb


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